Arbeit

JimJoe
Wie ein durchaus weiser Mensch einmal meinte: Arbeitszeit ist Lebenszeit. Ist einem dieser Ausspruch einmal auf der Zunge zergangen, dann wird einem schlagartig bewusst, dass arbeiten nicht nur dem Broterwerb dienen sollte, sondern auch Spass machen muss, bzw. den persönlichen Neigungen folgen darf oder besser sollte. Denn eine unangenehme Arbeit, die man gar nicht mag, wird immer dazu führen, dass man nicht zufrieden und / oder sogar unglücklich wird. Deswegen frage ich mich, in wieweit Arbeit eigentlich das Leben der Menschen bestimmt, wie es sie prägt, was es ist. Ist ein Arbeitsloser, der seinen persönlichen Neigungen und Bedürfnissen nachgeht, wirklich ein " Schmarotzer " oder nicht vielmehr ein überaus kluger Mensch, sogar einer, der sich selber gerne hat? Gibt es nicht auch Arbeit zu tun, abseits der Sozialkassen? Einen Zahn mag ich Euch schon jetzt ziehen: Dem Staat ist es vollkommen wurscht was ihr tut, solange ihr eben in die Kasse einzahlt . Deswegen wird er auch niemals der richtige Gesprächspartner dafür sein, wenn es um Diskussionen wie diese geht. Dem Staat --- besser: dessen Vertreter --- geht es darum, dass er selbst erhalten bleibt. Und das ist auch gut so.
Aber ich denke, dass viele Menschen nicht mehr zufrieden sind. Das viele abgehängt wurden unter dem mächtigen Turbokapitalismus der großen, globalisierenden Konzerne. Jüngstes Beispiel Nokia. Viele Milliarden Euro Gewinn aber in Deutschland wird das Werk geschlossen. Sowas macht mich sauer! Sowas macht man nicht, das gehört sich nicht. Meine Meinung.

Bevor ich schon jetzt zu viel sage mag ich einmal wissen, was ihr dazu meint. Wie es Euch selber ergeht. Ob ihr Arbeit habt und ob Euch diese zufrieden macht, ob sie Euch ausfüllt. Was ist Arbeit eigentlich?!? Was für Arbeit würdet ihr gerne machen? Was ist Euer Traumjob? Denn Arbeitszeit ist Lebenszeit. Das geht mir nicht aus dem Kopf. Das ist eine Wahrheit!

Was meint Ihr?
whisky
moin

also ich arbeite um zu leben.ich lebe nicht um zu arbeiten.
ich arbeite ja in der automobilbranche.spass macht die arbeit nicht wirklich.es ist ein knochenjob im akkord.das heisst du hast eine gewisse zeit um etwas zu produzieren.brauchst du mehr zeit,dann produzierst du weniger ----> weniger lohn.
wir müssen schwer heben und uns schnell bewegen.zeit ist ja geld.
die körperliche belastung ist relativ gross.wir haben sehr viele leute (auch junge)die bandscheibenvorfälle,verschleisserscheinungen usw usw haben.
ich bin 37 jahre alt und leide schon seit jahren an arthrose in schulter und arm.verspannungungen im nacken und schulterbereich sind an der tagesordnung und das kreuz schmerzt auch immer.wie soll das in 10 oder 15 jahren sein,wenn ich schon jetzt solchen verschleiss habe?
das einzige was mir an meinem job gefällt ist,das er relativ sicher ist,gut bezahlt wird und das die kollegen ok sind.
mein traumjob war früher immer irgendwas mit tieren.
jetzt habe ich keinen traumjob mehr... der traum würde sich eh nicht mehr erfüllen.heutzutage muss man froh sein überhaupt irgendeinen job zu haben.

lg
sun
Eine kleine Geschichte dazu beitrage

Heinrich Böll: Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral

In einem Hafen an einer westlichen Küste Europas liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot und döst. Ein schick angezogener Tourist legt eben einen neuen Farbfilm in seinen Fotoapparat, um das idyllische Bild zu fotogra fieren: blauer Himmel, grüne See mit friedlichen schneeweißen Wellenkämmen, schwarzes Boot, rote Fischermütze. Klick. Noch einmal: klick, und da aller guter Dinge drei sind und sicher sicher ist, ein drittes Mal: klick. Das spröde, fast feindselige Geräusch weckt den dö senden Fischer, der sich schläfrig aufrichtet, schläfrig nach einer Zigarettenschachtel angelt; aber bevor er das Gesuchte gefunden, hat ihm der eifrige Tourist schon eine Schachtel vor die Nase gehalten, ihm die Zigarette nicht gerade in den Mund gesteckt, aber in die Hand gelegt, und ein viertes Klick, das des Feuerzeuges, schließt die eilfertige Höflichkeit ab. Durch jenes kaum meßbare, nie nachweisbare Zuviel an flinker Höflichkeit ist eine gereizte Verlegenheit entstanden, die der Tourist - der Landessprache mächtig - durch ein Gespräch zu überbrücken ver sucht.

"Sie werden heute einen guten Fang machen."

Kopfschütteln des Fischers.

"Aber man hat mir gesagt, daß das Wetter günstig ist."

Kopfnicken des Fischers.

"Sie werden also nicht ausfahren?"

Kopfschütteln des Fischers, steigende Nervosität des Touristen. Gewiß liegt ihm das Wohl des ärmlich gekleideten Menschen am Herzen, nagt an ihm die Trauer über die verpaßte Gelegenheit.

"Oh, Sie fühlen sich nicht wohl?"

Endlich geht der Fischer von der Zeichensprache zum wahrhaft gesprochenen Wort über. "Ich fühle mich großartig", sagt er. "Ich habe mich nie besser gefühlt." Er steht auf, reckt sich, als wolle er demonstrieren, wie athletisch er gebaut ist. "Ich fühle mich phantastisch."

Der Gesichtsausdruck des Touristen wird immer unglücklicher, er kann die Frage nicht mehr unterdrücken, die ihm so zusagen das Herz zu sprengen droht: "Aber warum fahren Sie dann nicht aus?"

Die Antwort kommt prompt und knapp. "Weil ich heute morgen schon ausgefahren bin."

"War der Fang gut?"

"Er war so gut, daß ich nicht noch einmal auszufahren brauche, ich habe vier Hummer in meinen Körben gehabt, fast zwei Dutzend Makrelen gefangen..."

Der Fischer, endlich erwacht, taut jetzt auf und klopft dem Touristen beruhigend auf die Schultern. Dessen besorgter Gesichts ausdruck erscheint ihm als ein Ausdruck zwar unangebrachter, doch rührender Kümmernis.

"Ich habe sogar für morgen und übermorgen genug", sagt er, um des Fremden Seele zu erleichtern. "Rauchen Sie eine von meinen?"

"Ja, danke."

Zigaretten werden in Münder gesteckt, ein fünftes Klick, der Fremde setzt sich kopfschüttelnd an den Bootsrand, legt die Kamera aus der Hand, denn er braucht jetzt beide Hände, um seiner Rede Nachdruck zu verleihen.

"Ich will mich ja nicht in Ihre persönlichen Angelegenheiten mischen", sagt er, "aber stellen Sie sich mal vor, Sie führen heute ein zweites, ein drittes, vielleicht sogar ein viertes Mal aus und Sie würden drei, vier, fünf, vielleicht sogar zehn Dutzend Makrelen fangen ... stellen Sie sich das mal vor."

Der Fischer nickt.

"Sie würden", fährt der Tourist fort, "nicht nur heute, sondern morgen, übermorgen, ja, an jedem günstigen Tag zwei-, dreimal, vielleicht viermal ausfahren - wissen Sie, was geschehen würde?"

Der Fischer schüttelt den Kopf.

"Sie würden sich in spätestens einem Jahr einen Motor kaufen können, in zwei Jahren ein zweites Boot, in drei oder vier Jahren könnten Sie vielleicht einen kleinen Kutter haben, mit zwei Booten oder dem Kutter würden Sie natürlich viel mehr fangen - ei nes Tages würden Sie zwei Kutter haben, Sie würden ...", die Begeisterung verschlägt ihm für ein paar Augenblicke die Stimme, "Sie würden ein kleines Kühlhaus bauen, vielleicht eine Räucherei, später eine Marinadenfa brik, mit einem eigenen Hubschrauber rundfliegen, die Fischschwärme ausmachen und Ihren Kuttern per Funk Anwei sung geben. Sie könnten die Lachsrechte erwerben, ein Fischrestaurant eröffnen, den Hummer ohne Zwischenhändler direkt nach Paris exportieren - und dann ...", wieder verschlägt die Begeisterung dem Fremden die Sprache. Kopfschüt telnd, im tiefsten Herzen betrübt, seiner Urlaubsfreude schon fast verlustig, blickt er auf die friedlich hereinrollende Flut, in der die ungefangenen Fische munter springen.

"Und dann", sagt er, aber wieder verschlägt ihm die Erregung die Sprache.

Der Fischer klopft ihm auf den Rücken, wie einem Kind, das sich verschluckt hat. "Was dann?" fragt er leise.

"Dann", sagt der Fremde mit stiller Begeisterung, "dann könnten Sie beruhigt hier im Hafen sitzen, in der Sonne dösen - und auf das herrliche Meer blicken."

"Aber das tu ich ja schon jetzt", sagt der Fischer, "ich sitze beruhigt am Hafen und döse, nur Ihr Klicken hat mich dabei gestört."

Tatsächlich zog der solcherlei belehrte Tourist nachdenklich von dannen, denn früher hatte er auch einmal geglaubt, er arbeite, um eines Tages einmal nicht mehr arbeiten zu müssen, und es blieb keine Spur Mitleid mit dem ärmlich geklei deten Fischer in ihm zurück, nur ein wenig Neid.

(aus Böll: Erzählungen 1950-1970)
JimJoe
Ja, danke. Eine Klasse Geschichte, kenne sie noch aus dem Deutschunterricht. Sagt eine Menge aus, wie ich finde. Ich mag den Fischer, fast eine Identifikationsfigur.
kali
auch im bibel gibt es sprüche über arbeit.... hier ein link wo die meisten drinn sind...es ist also ein uraltes thema... arbeit adelt....aber heutzutage adelt arbeitsamt genauso... ich kapier nicht das junge leute mit so wenig zufrieden sind...

http://www.ro-ho.de/bibel-pfadfinder/e02...ufforderung.htm
JimJoe
Menschen, die mit wenig zufrieden sind. Die könnte man auch als Minimalisten bezeichnen, KALI. Deren Zahl steigt auch. Gut so, wie ich finde. Schon vor mehr als 2100 Jahren sagte ein kluger Mann einmal, als er durch einen reichen Basar mit vielen Köstlichkeiten und Wertgütern schritt: " Es gibt so viele Dinge auf dieser Welt, die ich nicht brauche. " In diesem Sinne.
kali
@ jim.

auch ich bin mit wenig zufrieden habe aber ein wenig mehr als die *junge leute* die arbeitslos sind.. und das ist meine freiheit... freiheit zu wählen wieviel miete ich zahle , wo ich wohne und wieviel ich sparen kann,mag... was unsere arbeitlosen freunde nicht habe... denn.. sie werden gezwungen in ne kleinere wohnung zu leben, weil es angeblich billiger ist... mamchmal ist es wirklich zum lachen.. vorbild: ein junges par wohnt in ein kleine miet wohnung 93 m³ bezahlt 530 euro miete(warm) ihnen steht aber nur 86m³ zu,,, also müssen sie umziehen und letztendlich kostet die neue kleinere wohnung 50 euro mehr im monat.... arbeitsamt sagt es sei so...und zahlt sie dürfen NICHT in die grössere wohnung bleiben weil die quadrat meter anzahl zu hoch sind....
sparen kannste vergessen jeder arbeitslose darf 650 euro auffem sparbuch haben... wenn es mehr wird, muss er es erst verwenden ehe er geld vom amt bekommt....lebensversicherungen, bausparverträge alles muss erst aufgebrauchen..... das meinte ich mit meinem satz das es mich wundert wie mit wie wenig die junge leute heut zu tage zufrieden sind.....da gehe ich lieber arbieten für wenig geld in einem job den ich nicht mag... und behalte meine freiheit selber zu entscheiden wie ich lebe
steven83
kali kali kali du hast die gleiche meinung wie ich. zwar haben die arbeitslosen mehr freizeit in ihrem leben, weil sie sich jeden tag aufs neue freuen das die arbeitenden steuerzahler ihren lebensunterhlat sichern, aber wir haben die freiheit zu entscheiden wo, wie und mit was wir leben und miete zahlen bzw. eigentum haben, auch unsere sparanlagen werden von keinem amt angegriffen tja arbeiten zahlt sich doch irgendwie aus.
JimJoe
Ich fahre morgens immer mit der Straßenbahn zur Arbeit. Dann steige ich noch einmal um und dann geht es mit dem Bus weiter. Ich mag diesen Arbeitsweg, weil ich dort immer so viele Menschen beobachten kann. Vor zwei Tagen ( können auch drei gewesen sein ) habe ich ein Gespräch zwischen zwei Männern mittleren Alters wahrgenommen, die sich ausgiebig über ihre Arbeit beklagten. Ich hörte heraus, dass sie, über die Arbeit hinaus, sich eigentlich bloß noch Hoffnung auf einen Ruhestand machten, jenseits dessen, was sie noch viele Jahre zu tun haben. Das machte mich echt betroffen irgendwie. Sorry, aber ich arbeite lieber gar nicht, als einem Job nachzugehen, der mir keine Freude macht. Jeden Tag acht Stunden quälen ... dafür ist mir diese Zeit doch arg zu wertvoll oder anders: Ich muss nicht arbeiten um eine Beschäftigung zu haben, da gibt es genügend andere Sachen. Ich habe mich in Zeiten von Arbeitslosigkeit niemals gelangweilt. Wahrscheinlich ist dies auch mit ein Grund, warum so viele Menschen arbeiten. Weil sie sich ohne einfach nutzlos fühlen würden und keine Ahnung hätten, was sie den lieben, langen Tag tun sollten. Fiel mir eben so ein und passt ja ganz gut dazu, dieses Erlebnis.
kali
mmm jim irgendwie siehst du das alles zu blauäugig... was ist wenn diese männer arbeiten müssen om ihre miete/darlehen fürs haus und oder familie zu unterhalten... hast du da mal drann gedacht.... aber ja wieso sollte man ne arbeit machen die einem nicht gefällt...wenn man faullenzen kann und auf kosten andere lebt... ich bin für ehrliche arbeit egal ob ich sie gerne mache oder nicht...haupsache ich arbeite und verdiene selber mein brot und muss nicht betteln....denn arbeitslosen geld bekommen ist nicht weniger als betteln in meine augen... und nein ich verurteile die arbeitslosen nicht... manche können echt nichts dafür... aber viele denken, wieso arbeiten gehen wenn andere mein scheiss bezahlen....
irgendwie regt mich das auf solche sätze: zitat:Das machte mich echt betroffen irgendwie. Sorry, aber ich arbeite lieber gar nicht, als einem Job nachzugehen, der mir keine Freude macht. Jeden Tag acht Stunden quälen ... dafür ist mir diese Zeit doch arg zu wertvoll oder anders: Ich muss nicht arbeiten um eine Beschäftigung zu haben, da gibt es genügend andere Sachen. und wie bezahlst du diese sachen bitte.... wir leben nicht mehr in eine zeit wo man wählen kann welche arbeit man macht.... wir leben in eine zeit wo man froh sein darf wenn man überhaupt ne arbeit hat....
JimJoe
Nun, KALI. Wir leben nicht in einer Zeit, wo man froh sein darf, wenn man eine Arbeit hat. Wir leben in einer Zeit, wo man nicht unbedingt arbeiten brauch und trotzdem leben kann! Ich sehe das eher so. Weil einem der deutsche Staat eine sog. Grundversorgung garantiert, d.h. Hartz IV Minimum. Das ist, wenn man mal so zurück blickt in die Jahrhunderte, eine echt große Errungenschaft. Eine einmalige Errungenschaft. Wenn man geringe, materielle Ansprüche hat, dann kann man damit prima auskommen. Finde ich jedenfalls. Ich kann Dir auch gleich noch sagen, warum ich eigentlich arbeite. Einfach nur aus dem Grund, weil ich eine Firma fand, die mein Interesse beschäftigt. Meine Arbeit sehe ich eher als interessante und spannende Beschäftigung an, die meinen Neigungen entspricht. Also eher ein ausführendes Hobby, für das ich Geld bekomme. Ich sehe das nicht so verbissen mit der Arbeit, KALI. Arbeit ist ein Teil des Lebens. Aber es ist nicht das Leben selber. Wenn ich natürlich sehr hohe materielle Ansprüche habe ( wie ein von Dir erwähntes Haus, etc. ), dann muss ich natürlich Kohle ranschaffen, ganz klar. Ich jedenfalls belaste mich nicht sonderlich damit.
kali
sorry jim aber wenn alle so denken würden wie du... wäre es noch viel schneller schluss mit der hilfe vom staat ... und in meine augen geschiehe recht... wieso soll ein faulpelz geld vom staat bekommen... dies soll ein notlössung sein und nicht eine belohnung für faule *säcke* entschuldigung aber so seh ichs....ich fände es ok wenn der staat noch mehr kürzen würde bei manche faulenzer.... eine noch strengere kontrolle wäre mir recht.... wil viele so denken wie du und es auch machen... du denkst zum glück nur drüber nach... viele tun es auch.... und belasten damit leute ide dieses geld wirklich brauchen... weil sie nicht mehr arbeiten gehen können... sei es aus krankheit oder weil sie zu alt sind.....
JimJoe
Ich weiss, KALI. " Wenn alle so denken würden wie Du ... ". Das ist immer das berühmte Argument dagegen. Und ich denke sogar, dass Viele sogar so denken, wie ich. Aber eben nicht so handeln. Das System funktioniert, weil Viele so denken und vielleicht sogar gerne danach leben würden, aber wenige es so machen oder machen wollen, bzw können . Deswegen funktioniert das System, KALI. Das System funktioniert aus der These heraus, das der Mensch arbeiten will! Weil er sich dadurch erfüllt und verwirklicht. Was für ein großer Haufen von Unsinn. Die meisten Menschen arbeiten, um ihren Lebensstandart zu erfüllen oder zu bewahren, d. h. sie arbeiten nicht primär, weil sie Spass und Freude daran haben, sondern allein um sich etwas zu schaffen, sei es ein Haus, Auto, dies und das. Kein Mensch arbeitet der nackten Existenz wegen. Punkt. Die nackte Existenz wird auch dem bewilligt, der nicht arbeitet. Und viele Arbeiten, wie bereits oben beschrieben, weil sie sich ohne Arbeit nutzlos und leer und gelangweilt erleben. Wie gesagt: Ich habe großes Glück. Ich sehe das, was ich tue nicht als Arbeit an. Ich tue es, weil es mich interessiert. Und sollten meine Interessen irgendwann davon abwandern, dann werde ich diesen Job an den Nagel hängen.
kali
falsch jim... viele denken so wie du und handeln danach.. sonnst würde es nicht soviele junge arbeitlosen geben.. wieso sollten die auch arbeiten gehen..früh aufstehen.. dann auch noch müde werden beim arbeiten... nein dann lieber faul im bett bleiben und auch noch doove sprüche loslassen über menschen die arbeiten*wollen* weil diese leute sich schämen als parsiten angesehen zu werden... ich finde leute die arbeiten verdienen viel mehr respekt als die faullenzer....aber wie gesagt es ändert isch was....und bald werden zustände sein wie in amerika... wer nicht arbeitet hat kein geld....und wer ist das opfer... genau die leute die nichts dafür können das sie arbeitslos sind....
naja ist nur meine meinung... bin mal gespannt was andere user drüber denken.....
kleineHexe2
Wir leben in einer traurigen Zeit, die denen das nimmt wofür sie jahrelang gearbeitet haben, eben weil sie unverschuldet in die Arbeitslosigkeit abgerutscht sind. Wofür haben sich die Älteren denn krumm gelegt?
Sie wollten und sollten Vorbild für die nachwachsenden Generationen sein.
Aber was wurde stattdessen?
Viele wollen gar nicht arbeiten, denen geht es doch gut. Den ganzen Tag am PC, den Kühlschrank leer futtern bei Mama - Hotel, Ansprüche stellen, aber keine Pflichten erfüllen wollen. Grosse Lippe riskieren, alles besser wissen wollen und den Menschen die Arbeiten, den Stinkefinger zeigen und über die doofen Arbeiten lachen.
Es werden Kinder in die Welt gesetzt, die bei der Geburt schon keine Perspektive hatten, was wollen diese Eltern den Kindern denn beibringen? Was wollen sie vorleben und vorgeben?
Ich habe jeden Tag einen jungen Familienvater von 19 Jahren vor Augen, der nicht lesen und schreiben kann, der aber auch nicht arbeiten will, der vom Amt doch alles bekommt und sich dann noch aufregt, das er mit Lebensgefährtin zur Tafel geht. Wo das Jugendamt ein und aus geht, weil das Wohl des Kindes am Herzen liegt. Die Wohnung in einem vermüllten Zustand ist, wodurch andere belästigt werden. Diese jungen Leute suchen die Schuld bei anderen, aber nicht bei sich. Es werden keine Anstalten gemacht, in irgendeiner Form etwas zu ändern. Trotz Kürzungen, können die immer noch mit dem Taxi fahren, sich Telefon und PC erlauben, da frage ich mich doch, wie geht das alles?
Jeder der arbeitet teilt sich sein sauer verdientes Geld ein um seine Kosten abzudecken. Mit dem Wagen, wenn er nötig ist, wird nicht unnötig gefahren. Es werden Fahrgemeinschaften gegründet, von verantwortungsvollen Menschen.
Jeder der arbeitet weiss auf welche schwierigen Zeiten wir zusteuern.
Wie heißt es so schön....ohne Moos, nichts los.

Selbstverantwortung ist auch ein tolles Wort und das sollen mal die jungen Menschen genüßlich auf der Zunge zergehen lassen, denn da steckt viel Sinn drin.
Auch wenn man nichts gerlernt hat, aus welchen Gründen auch immer, kann man sich einen Job suchen, denn das Amt wird nicht für immer und ewig zahlen können und bei Verstößen, gegen das Mithelfen zur Jobsuche, Kürzungen vornehmen, was ich persönlich für richtig ansehe.

Nur wird zuviel gestrichen, haben wir eine noch größere Beschaffungskriminalität zu verzeichnen. Das eine zieht das andere nach sich.
Die ihr Leben lang gearbeitet haben und dann im Alter arbeitslos werden, die sind zu bedauern, denn sie haben alles versucht nicht in diesen Teufelskreis zu kommen.
Auch kenne ich junge Menschen, die eine Bewerbung nach der anderen schreiben und leider auch kein Glück haben und irgendwann echt deprimiert sind.
Trotzdem:Wer arbeiten will, findet auch arbeit, es dauert nur manchmal etwas länger
JimJoe
Ich weiss, KALI.
Grundsätzlich sind wir auch gar nicht so weit voneinander entfernt. Aber ich denke, Du gehst von falschen Vorzeichen aus. Nämlich noch immer denen, dass der Mensch arbeiten will! Und das stimmt sogar. Aber der Mensch will eben nur seinen Neigungen nach arbeiten, d. h. er will eigentlich nur das tun, was er auch wirklich mag. Tut er dies nicht, bzw. tut es dies gegen seinem Wesen, so wird er auf kurz oder lang recht unglücklich werden. Und eben das meinen ja meine beiden Gesprächskumpanen, die ich vor einigen Tagen erlebte und hier benannte. Sie tun etwas, was sie eigentlich gar nicht wollen. Damit sind sie totunglücklich. Und dies tun sie nun - nur unterbrochen durch Feiertage, Urlaub und vielleicht Wochenenden - bis an ihr Lebensende, bzw. bis zu einer vagen, späten Rente, die sie vielleicht bekommen ( Die Renten sind sicher! ) und sich dann in Ruhe meinen. Nee, sorry. Nicht mit mir. Ich mag mich nicht dumpf und taub stellen, bis ich vielleicht einmal Rente bekomme ( die meine Generation eh nicht mehr erhalten wird ). Von diesen Unsinnigkeiten habe ich mich frei gemacht --- ich weiss, der Staat wird mir keine Rente mehr zahlen, weswegen ich nicht mehr auf sie hinarbeiten muss. Überhaupt und ganz grundsätzlich noch einmal: Ich arbeite doch nicht für oder auf etwas hin!?!? Ich arbeite, weil ich diese Zeit als genutzte Lebenszeit betrachte und erfahre. Bumms und aus!! Ansonsten wäre es für mich verlorene Lebenszeit. Dann nutze ich sie anders! Dann mache ich etwas anderes. Das ich für Euch, die nicht arbeiten, mitarbeite, ist mir doch total egal! Lasst es Euch gut gehen. Genießt Euer Leben mit was auch immer. Ihr habt nur dieses eine. Schade das ihr nichts habt, was uns alle helfen könnte ( finanziell ). Aber sicherlich habt auch ihr etwas! Lasst mal sehen! Traut Euch und raus damit!
kali
nein jim ... auch dass sehe ich anders.... es gibt vllt keine rente mehr vom staat.. aber wenn ich arbeiten gehe habe ich das recht mir eine privat rente zu nehmen ich kann, weil ich arbeite, geld einzahlen für meine rente später.... wenn ich arbeitslos bin kann ich dies nicht... darf ich dies nicht... weil es ne begrenzung gibt für gespartes... wer darüber kommt muss erst dieses geld benutzen ehe er wieder geld vom staat bekommt... also geh ich mit freude arbeiten... auch wenn mir manchmal nicht dazu zu mute ist... weil mein job langweilig ist oder weil meine kollegen ich nicht mögen oder.. doer...ich weiss ich geh arbeiten für MICH für meine rente....nein nicht die vom staat sondern meine eigene meine privat rente... ich habe auch nachgefragt bei familie , kollegen und co... viele arbeiten weil sie gerne arbeiten... weil sie gerne unter menschen sind... weil sie nicht verblöden wollen vorm fernseher.... bei der sovielte vaterschaftstestshow
wer gemobt wird..ja den verstehe ich wenn er nicht mehr arbeiten gehen möchte ... aber es gibt andere jobs.... und einfach auf kosten vom staat leben ist und bleibt in meine augen faulenzerei...ich weiss aus erfahrung das wer arbeiten möchte auch arbeit findet... zwar nicht immer das was er oder sie gerne machen würde ... aber immerhin arbeit... und arbeit macht frei...kein amt sagt mir was ich tun und lassen muss...ich liebe meine freiheit....wer aber gerne in herden zusammen hocken will und vom staat leben möchte und vom staat kontroliert werden möchte... feel free... jeder das seine...aber mein respekt haben diese herdentiere nicht....
Kaddl
huhu

ich bin noch in der ausbildung zur sozialassistentin und möchte hinterher ne ausbildung zur erzieherin dranhängen, weil ich als sozialassistentin kaum was machen kann. ich denke gerade im sozialen bereich arbeitet man, wenn man spaß im umgang mit menschen hat und nicht fürs geld. denn der best bezahlte job ist es nicht als erzieher oder sogar als studierter sozialpädagoge zu arbeiten.
ich finde der job muss spaß machen und darf einen nicht kaputt machen.
zu whisky. klar ist es schwer überhaupt einen job zu bekommen, aber es ist keinesfalls unmöglich und man kann heute trotzdem noch das machen, was einem spaß macht. man muss halt immer danach gucken, ob der job auch eine zukunft hat, das ist irgendwo selbstverständlich. ich möchte z.b. in die behindertenhilfe gehen, wenn ich fertig mit meiner ausbildung bin. und behinderte menschen gibt es immer mehr, weil die früher eine geringere lebenserwartung hatten oder überhaupt nicht akzeptiert wurden etc. wir kennen ja alle ungefähr die geschichte.
die arbeitszeit ist schließlich ein großteil unseres lebens, den man nicht damit verbringen sollte, unglücklich irgendwo in einem büro zu sitzen, wenn man lieber tieren helfen würde oder mit menschen zu tun haben möchte. man kann doch nicht so negativ durch den tag gehen nur weil die zeiten schwieriger geworden sind... ich lebe in einer kleinstadt und ich habe mal 5 monate in einer firma praktikum gemacht, die wahnsinnig schlecht organisiert war. alles war total stressig für die mitarbeiter und machte ihnen keinen spaß mehr... in den 5 monaten sind mindestens 10 mitarbeiter freiwillig gegangen und hatten gleichzeitig woanders eine stelle. es ist also sehr wohl möglich.
mal was anderes... wo ist z.b. für einen hartz 4 empfänger die motivation, wenn er mehr hartz 4 geld bekommt als in einem job wo er von 8 bis 17 uhr schuften muss?? ganz ehrlich, dann würde ich es auch nicht machen.
wenn ich dann aber höre, dass manche durch arbeitslosigkeit depressiv werden, weil sie damit nicht fertig werden... das ist auch hart. ich kenne jemanden und bevor man dort landet macht man doch lieber was auch wenn es keine volle stelle ist..
JimJoe
Hm ... offensichtlich wurde ich noch immer missverstanden. Macht aber nix. Also, nochmal: Ich arbeite nicht auf irgendetwas hin oder für etwas oder für jemanden, sondern ich arbeite, wegen der Arbeit selbst wegen. Weil mir die solchen Spass macht. Sollte dies irgendwann nicht mehr der Fall sein, dann werde ich weiterhin das tun, was mir DANN Spass macht. Ob mir dies dann Geld einbringt, bzw. den öffentlichen Kassen Geld einbringt durch entsprechende Lohnnebenkosten ... das kann ich jetzt noch nicht sagen. Vielleicht ja, vielleicht nein. Beides wäre okay für mich.
kali
ich wünsche dir dass du dann immer das machen kannst was dir spass macht... bin mir aber sicher dass du irgendwann anders denken wirst(musst)...